Ausflugstipps
Aufgrund seiner Lage ist der Campingplatz S’Ena Arrubia
ein idealer Ausgangspunkt, um die Küste und auch das Inselinnere
zu erkunden und die Naturschönheiten und kulturellen und archäologischen
Sehenswürdigkeiten zu entdecken.
Nur 2 Kilometer vom Campingplatz entfernt liegt das kleine Städtchen Arborea mit
seinen knapp 4000 Einwohnern. Arborea wurde um 1930 im Zuge der
Trockenlegung eines südlich von Oristano gelegenen Salzsees,
durch die einige Tausend Hektar Boden für die Landwirtschaft
und Viehzucht gewonnen wurde, angelegt.
Im Städtchen können einige Häuser und Gebäude
bewundert werden, die durch ihre Jugendstil- und neugotische Architektur
bestechen. Einen Besuch wert sind sicher die Kirche Cristo Redentore
gegenüber der Piazza Maria Ausiliatrice und die schönen
Grünanlagen in ihrer Nähe. Im archäologischen Museum,
das im Palazzo Comunale untergebracht ist, werden Fundstücke
der Nekropole S`Ungroni und anderer archäologischer Stätten
der Umgebung ausgestellt.
Etwa 38 km nördlich von Arborea liegt die Provinzhauptstadt Oristano mit
ihren rund 30.000 Einwohnern. Die Altstadt von Oristano war in
der Vergangenheit von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben,
von der allerdings heute nur noch auf der Piazza Roma ein Befestigungsturm,
der Torre di San Cristoforo, bewundert werden kann. In der Nähe
der Piazza befindet sich auch das Geburtshaus der Eleonora von
Arborea, die als Regentin das Judikat von Oristano führte
und ein Gesetzesblatt erarbeitete, das 1395 in Kraft trat und auf
Sardinien bis zur Gründung des italienischen Staates im Jahr
1861 die Gesetzesgrundlage darstellte. Im Museum der Stadt, im
Antiquarium Arborense, sind Fundstücke aus
der Nuraghenzeit und der auf der Halbinsel von Sinis gelegenen
punisch-phönizischen Stadt Tharros ausgestellt.
Erwähnenswert ist auch der große Pinienwald, der die Marina
di Arborea begrünt und im Norden bis zum Lagunensee
reicht. Hier wurde ein Vogelschutzgebiet eingerichtet, und zahllose
Flamingos und andere Vogelarten haben sich hier – nicht
nur zur Freude der Vogelkundler - eingenistet und ein neues Zuhause
gefunden.
Ein höchst ungewohnter Anblick ist das auf der Halbinsel
Sinis gelegene und (nahezu) menschenleere Dörfchen
San Salvatore, das fast wie eine verlassene Kulisse für
einen Italo-Western wirkt. Lediglich Anfang September füllt
sich der Ort mit Leben, wenn hier die Sagra di San Salvatore zelebriert
wird und die Pilger in die sonst leer stehenden Häuschen einkehren
um sich zum Gebet zu vereinen. Die kleine Kirche San Salvatore
wird dann zum Zentrum dieses Volksfestes.
Einen Besuch wert sind sicher die Ruinen der nördlich gelegenen
und im 8 Jh. v. Chr. von den Phöniziern auf einer Landzunge
gegründeten Stadt Tharros, die ihre Blütezeit
unter den Karthagern und Römern erlebte und deren Untergang
sich im 8. Jh. n. Chr. ankündigte. Ein Streifzug durch die
Ruinen gibt einen Eindruck von der wirtschaftlichen Stellung der
Stadt. Ganz in der Nähe befindet sich die in den letzten Jahren
renovierte, schlichte Kirche San Giovanni di Sinis aus
dem 6. Jh.
Aber auch Naturliebhaber kommen auf ihre Kosten: Nördlich
von Oristano in der Nähe von Santa Caterina di Pittinura lockt
eine bizarre Küstenlandschaft mit ausgewaschenen und vom Wind
geformten Kalksteinklippen. Ein Spaziergang entlang dieser Felsformationen
führt unter anderem zum berühmten Felsbogen S’Archittu.
Während im Südosten der als Weltkulturerbe ausgezeichnete,
nuraghische Komplex Su Nuraxi bei Baruminilockt,
lädt im Süden die Costa Verde mit ihren
langen Sandstränden, kleinen Buchten und herrlichen, mit mediterraner
Macchia bewachsenen Dünenlandschaften, die zu den größten
in Europa zählen, zum Entdecken ein.
In und um Arborea finden das ganze Jahr über zahlreiche Volks-
und Kirchenfeste statt. Eines der wichtigsten ist sicher das in
Oristano am Karnevalssonntag und Faschingsdienstag stattfindende
Turnier Sa Sartiglia, bei dem traditionell maskierte
Reiter mit ihren Pferden durch die Hauptstrasse preschen
und versuchen mit einer Lanze, einen aufgehängten Stern zu
durchbohren.